DUROLUB – Technische Details

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Varianten / Basisöl / Bezeichnung (Suffix)

Das Basisöl ist ein universell einsetzbares Synthetisches Öl, auch für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Es erfüllt die CLP Anforderung gemäß DIN51517 und besitzt die NSF/H1 Zulassung für Schmierstoffe, bei denen ein gelegentlicher Kontakt mit Lebensmittel technisch nicht ausgeschlossen werden kann.

Der hohe Viskositätsindex VI des Syntheseöls erlaubt einen breiten Temperatureinsatzbereich. Durolub behält ausreichende Viskosität bei höheren Anwendungstemperaturen, andererseits verdickt das Grundöl nicht bei niedrigen Temperaturen. 

Besondere Eigenschaften:

  • Optimaler Schutz gegen Verschleiß
  • Hohe Oxidations- und Alterungsbeständigkeit
  • Sehr gutes Korrosionschutzvermögen
  • Erweiterter Temperatureinsatzbereich gegenüber Mineralölen
  • Neutral gegenüber Elastomeren und Kunststoffen

Bezogen auf die Viskosität bei 40°C liefern wir:

  • Suffix DL – Standardvariante
    • Viskosität 68mm²/s
    • Viskositätsindex VI 153
    • Einsatzbereich -40°C bis +100°C (empfohlene max. Temperatur <85°C, Limit durch Compound / Basisöl bis 120°C)
  • Suffix DL32 – Sonderausführung speziell für Tieftemperaturanwendungen
    • Viskosität 32mm²/s
    • Viskositätsindex VI 130
    • Einsatzbereich -50°C bis +100°C (empfohlene max. Temperatur <85°C, Limit durch Compound / Basisöl bis 120°C)
  • Suffix DL150 – Standardausführung speziell für Schwerlastanwendungen
    • Viskosität 140mm²/s
    • Viskositätsindex VI 160
    • Einsatzbereich -35°C bis +100°C (empfohlene max. Temperatur <85°C, Limit durch Compound / Basisöl bis 140°C)
  • Suffix DLSxx – Sonderausführung für abweichende Grundöle
    • Anwendungen mit besonderen Anforderungen an das Grundöl, beispielsweise Anwendungen im Vakuum

Drehzahl Richtwerte

Nach der Befüllung und thermischen Behandlung härtet Durolub aus und dreht sich mit dem Käfig. Dies führt zu einer Verringerung der Drehzahlgrenzen. Untenstehende Grenzwerte sind als Richtwerte bei einer Umgebungstemperatur von 20°C zu verstehen, mit der maximalen Drehzahl erwärmt sich das Lager um rund 60°C.

Die tatsächlich erreichbaren Grenzwerte sind häufig höher, müssen aber in der Anwendung ausgetestet werden. Die Grenzdrehzahl kann zwischen verschiedenen Fabrikaten und Ausführungen, insbesonders des Käfigs, variieren. Besonders geeignet sind Stahlblechkäfige. Polyamid- (PA) und Messingkäfige variieren stark wegen den verschiedenen Ausführungen der einzelnen Hersteller.

Drehzahlkennwert ndm = dm (mittlerer Lagerdurchmesser dm = D (Außendurchmesser [mm] + d (Bohrung [mm]) x 0,5) x n (Drehzahl [min-1})

Grenzdrehzahl ng [min-1} = ndm/dm bei 20°C Umgebungstemperatur

LagertypeDrehzahlkennwert (Richtwerte)
Rillenkugellager einreihig mit Stahlblechkäfigndm 300.000
Rillenkugellager einreihig mit PA Käfigndm 50.000
Rillenkugellager zweireihigndm 40.000
Schrägkugellager einreihig mit Stahlblechkäfigndm 150.000
Schrägkugellager einreihig mit PA - Käfigndm 50.000
Schrägkugellager zweireihigndm 40.000
Pendelkugellager mit Stahlblechkäfigndm 150.000
Pendelkugellager mit PA Käfigenndm 50.000
Zylinderrollenlager mit Stahlblechkäfigndm 150.000
Zylinderrollenlager mit PA Käfigndm 50.000
Kegelrollenlagerndm 50.000
Pendelrollenlager ndm 40.000 - 80.000
Lagereinsätze (UC, Y-Lager)ndm 50.000
Nadellagerndm 50.000
Vollrollige Zylinderrollenlagerndm 50.000
Stütz und Laufrollenndm 50.000

Maximale zu erwartende Drehzahl (Richtwerte) in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur

Werden Durolub befüllte Lager bei Umgebungstemperaturen über 20°C eingesetzt, reduziert sich die Grenzdrehzahl ng um einen Faktor fT.

ng red = ng x fT

Umgebungstemperatur Faktor fT
20°C1
30°C0,8
40°C0,7
50°C0,55
60°C0,35

Tragzahlen / Abmessungen / Toleranzen / Lagerluft

Diese bleiben gegenüber dem Grundlager unverändert. Verwenden Sie dazu bitte die Kataloge des jeweiligen Herstellers.

Lagerreibung

Die Lagerreibung erhöht sich durch die Befüllung mit Durolub geringfügig, das Reibverhalten entspricht den ausgewählten Grundlager.

Maximale Anwendungstemperatur

Durolub Compound kann kurzzeitig bis 100°C eingesetzt werden, empfohlen sind Betriebstemperaturen kleiner 85°C. Die verwendeten Basis Öle sind synthetisch hergestellt, im Vergleich zu mineralölbasierten Fetten ergibt sich eine deutlich längere Ölgebrauchsdauer, besonders bei höheren Betriebstemperaturen.

Tieftemperaturanwendung

Durolub DL32 kann bis minus 50°C eingesetzt werden

Bei Temperaturen um und unter den Gefrierpunkt verdicken Öle sehr schnell. Durch die hohe Viskosität steigt das lastunabhängige Reibmoment durch den Schmierstoff stark an. Die Folge sind hohe Energiekosten bei Kaltanläufen und im Betrieb bei niedrigen Umgebungstemperaturen.

Standardfett auf Basis Lithiumseife / Mineralöl VI 74 und Compound Lösung eines anderen Herstellers im Vergleich zu Durolub

Montage

Müssen die Lager für die Montage angewärmt werden, empfiehlt sich die Verwendung von Induktionsanwärmgeräten. Heizplatten oder erhitzte Ölbäder eignen sich nicht. Für die Montage maximal 120°C erwärmen.